FIFA WM 2026: Das größte Turnier der Geschichte

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 schreibt Geschichte: Erstmals nehmen 48 Nationalmannschaften an einem WM-Turnier teil – eine Erweiterung gegenüber dem bisherigen 32-Teams-Format. Das Turnier läuft vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 und umfasst insgesamt 104 Spiele. Ausgetragen wird es in 16 Städten in den USA, Kanada und Mexiko – dem ersten Mal, dass drei Nationen gemeinsam eine Weltmeisterschaft ausrichten.

Das neue Format sieht 12 Gruppen mit je vier Teams vor. Die jeweils zwei Erstplatzierten jeder Gruppe sowie die acht besten Drittplatzierten qualifizieren sich für eine neu eingeführte Runde der 32, bevor es in die klassischen K.o.-Runden geht.

Deutschland: Perfekter Start als Gruppensieger

Die deutsche Nationalmannschaft hat in der Gruppenphase eine beeindruckende Leistung gezeigt und Gruppe E bereits nach zwei Spielen als Tabellenführer abgeschlossen. Mit einem 7:1-Kantersieg gegen Curaçao und einem hart erkämpften 2:1-Erfolg gegen die Elfenbeinküste sammelte das DFB-Team sechs Punkte und eine Tordifferenz von +7.

Besonders hervorzuheben ist Stürmer Deniz Undav, der als Einwechselspieler in den ersten beiden Partien drei Tore erzielte und damit zu einem der auffälligsten Spieler des Turniers avancierte. Das abschließende Gruppenspiel gegen Ecuador am 25. Juni im MetLife Stadium ist für die Qualifikation bedeutungslos – Deutschland ist bereits sicher in der Runde der 32, wo am 29. Juni in Boston der nächste Gegner wartet.

Gruppe E – Tabelle (Stand: 24. Juni 2026)

1. Deutschland – 2 Spiele, 6 Punkte, Tordifferenz +7
2. Elfenbeinküste – 2 Spiele, 3 Punkte, Tordifferenz 0
3. Ecuador – 2 Spiele, 1 Punkt, Tordifferenz -1
4. Curaçao – 2 Spiele, 1 Punkt, Tordifferenz -6

Österreich: Alles offen vor dem letzten Gruppenspiel

Österreich wurde in die schwierige Gruppe J gelost, gemeinsam mit Argentinien, Algerien und Jordanien. Nach einem überzeugenden 3:1-Auftaktsieg gegen Jordanien folgte eine 0:2-Niederlage gegen den Favoriten Argentinien. Mit drei Punkten liegt Österreich auf Platz zwei der Gruppe – doch das entscheidende Duell gegen Algerien am 27. Juni in Kansas City steht noch aus.

Ein Sieg oder Unentschieden würde Österreich den direkten Einzug in die Runde der 32 sichern. Bei einer Niederlage müsste das ÖFB-Team auf den dritten Platz hoffen und darauf, zu den acht besten Drittplatzierten zu gehören.

Gruppe J – Tabelle (Stand: 24. Juni 2026)

1. Argentinien – 2 Spiele, 6 Punkte, Tordifferenz +5
2. Österreich – 2 Spiele, 3 Punkte, Tordifferenz 0
3. Algerien – 2 Spiele, 3 Punkte, Tordifferenz -2
4. Jordanien – 2 Spiele, 0 Punkte, Tordifferenz -3

Schweiz: Qualifiziert als Gruppenzeiter hinter Kanada

Die Schweizer Nationalmannschaft hat die Gruppenphase erfolgreich abgeschlossen und sich für die Runde der 32 qualifiziert. Nach einem 1:1-Auftaktremis gegen Katar und einem beeindruckenden 4:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina endete das abschließende Gruppenspiel gegen Gastgeber Kanada in Vancouver mit einem torlosen 0:0.

Sowohl Kanada als auch die Schweiz beendeten die Gruppe B mit fünf Punkten. Aufgrund der besseren Tordifferenz – Kanada hatte Katar mit 6:0 besiegt – zog Kanada als Gruppensieger in die nächste Runde ein, die Schweiz als Zweiter.

Gruppe B – Abschlusstabelle

1. Kanada – 3 Spiele, 5 Punkte, Tordifferenz +6
2. Schweiz – 3 Spiele, 5 Punkte, Tordifferenz +3
3. Bosnien-Herzegowina – 2 Spiele, 1 Punkt, Tordifferenz -3
4. Katar – 2 Spiele, 1 Punkt, Tordifferenz -6

Messi bricht Klose-Rekord: Historischer Moment bei der WM 2026

Eines der größten Gesprächsthemen des Turniers ist Lionel Messi. Der argentinische Superstar hat mit seinem 18. WM-Tor den bisherigen Rekord des Deutschen Miroslav Klose (16 Tore) gebrochen und ist damit der alleinige Rekordtorschütze bei Männer-Weltmeisterschaften. Messi erzielte seine Treffer unter anderem mit einem Doppelpack gegen Österreich und einem Hattrick gegen Algerien.

Weitere auffällige Torschützen sind Kylian Mbappé (Frankreich, 15 WM-Tore insgesamt), Folarin Balogun (USA), Vinícius Júnior (Brasilien) sowie Deutschlands Deniz Undav.

Überraschungen und Außenseiter: Das neue WM-Format zeigt Wirkung

Das erweiterte 48-Teams-Format hat für eine deutlich ausgeglichenere Gruppenphase gesorgt. Besonders auffällig: Kap Verde feierte sein WM-Debüt mit einem 0:0 gegen Spanien und einem 2:2 gegen Uruguay. Der 40-jährige Torhüter Vozinha wurde dabei zum Publikumsliebling. Am 16. Juni endeten alle vier Tagespartien unentschieden – ein seltenes Ereignis, das die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit unterstreicht.

Australien besiegte die Türkei mit 2:0, und Neuseeland (FIFA-Rang 85) erkämpfte sich ein 2:2 gegen den Iran. Eine neue Regelung sorgt zudem für Gesprächsstoff: Bei Punktgleichheit entscheidet nun das direkte Duell vor der Tordifferenz – was bereits zur frühen Ausscheidung von Teams wie Haiti, Jordanien, Panama, Tunesien und der Türkei geführt hat.

Ausblick: Die Runde der 32 beginnt am 28. Juni

Mit dem Ende der Gruppenphase beginnt am 28. Juni die Runde der 32 – eine neue Stufe im WM-Format, die erstmals in der Geschichte des Turniers gespielt wird. Deutschland trifft am 29. Juni in Boston auf seinen noch zu ermittelnden Gegner. Österreich und die Schweiz sind ebenfalls dabei, sofern sie ihre letzten Gruppenspiele erfolgreich gestalten.

Die WM 2026 verspricht, eines der spannendsten Turniere der Geschichte zu werden – mit einem neuen Format, historischen Rekorden und überraschenden Außenseitern, die die Fußballwelt in Atem halten.

Quellen: FIFA, Al Jazeera, BBC Sport, USA Today, CBC Sports, ESPN, Fox Sports, Wikipedia (Gruppe E und J der FIFA WM 2026)

Das neue WM-Format im Detail: Was bedeutet die Runde der 32?

Die Einführung der Runde der 32 ist eine der bedeutendsten Neuerungen im WM-Format 2026. Statt wie bisher direkt ins Achtelfinale zu gehen, müssen die 32 qualifizierten Teams zunächst diese zusätzliche K.o.-Runde überstehen. Das bedeutet: Selbst Gruppensieger wie Deutschland sind nicht automatisch im Achtelfinale – sie müssen erst die Runde der 32 gewinnen.

Diese Änderung hat strategische Konsequenzen. Teams, die als Gruppensieger qualifiziert sind, treffen in der Runde der 32 auf Drittplatzierte aus anderen Gruppen. Gruppenzeiter hingegen spielen gegen andere Gruppenzeiter oder Drittplatzierte. Die genauen Paarungen werden nach Abschluss der Gruppenphase festgelegt.

Gastgeberstädte und Atmosphäre: WM-Fieber in Nordamerika

Die 16 Austragungsorte in den USA, Kanada und Mexiko bieten eine einzigartige Kulisse für das größte Sportereignis der Welt. In den USA sind es elf Städte: Atlanta, Boston, Dallas, Houston, Kansas City, Los Angeles, Miami, New York/New Jersey, Philadelphia, San Francisco Bay Area und Seattle. Kanada ist mit Toronto und Vancouver vertreten, Mexiko mit Guadalajara, Mexiko-Stadt und Monterrey.

Die Atmosphäre in den Stadien ist elektrisierend. Besonders in Städten mit großen lateinamerikanischen Gemeinschaften wie Miami, Los Angeles und Houston ist die Begeisterung für den Fußball enorm. Die Spiele der Gastgebernationen USA und Mexiko sind ausverkauft, und auch die Partien der europäischen Topteams ziehen Hunderttausende Fans an.

Deutschland: Analyse der Gruppenphase und Ausblick

Der 7:1-Sieg gegen Curaçao war ein Statement: Die deutsche Nationalmannschaft zeigte von Beginn an, dass sie zu den Titelfavoriten gehört. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzte auf eine offensive Spielweise mit hohem Pressing und schnellem Umschaltspiel. Das Ergebnis war beeindruckend – sieben Tore in einem WM-Spiel sind eine Seltenheit.

Gegen die Elfenbeinküste war es schwieriger. Die Westafrikaner zeigten eine kompakte Defensive und kamen durch einen Konter zum Ausgleich. Erst in der zweiten Halbzeit gelang Deutschland der entscheidende Treffer. Das Spiel zeigte, dass auch die DFB-Elf nicht unverwundbar ist – aber auch, dass sie in schwierigen Situationen die Nerven behält.

Für die Runde der 32 und darüber hinaus gilt Deutschland als einer der Hauptfavoriten auf den Titel. Die Mischung aus erfahrenen Spielern wie Toni Kroos und jungen Talenten wie Deniz Undav macht das Team zu einer gefährlichen Kombination. Wenn die Defensive stabil bleibt und Undav seine Form beibehält, ist ein tiefer Turnierlauf realistisch.

Messi und Argentinien: Auf dem Weg zum dritten Titel?

Lionel Messi und Argentinien sind nach dem WM-Triumph 2022 in Katar erneut als Titelverteidiger und Favorit ins Turnier gegangen. Mit seinem 18. WM-Tor hat Messi nun den Rekord von Miroslav Klose übertroffen und ist der alleinige Rekordtorschütze in der Geschichte der Männer-Weltmeisterschaften. Für den 38-jährigen Superstar könnte dies seine letzte WM sein – und er scheint entschlossen, sie mit einem weiteren Titel zu krönen.

Argentinien hat die Gruppenphase mit zwei Siegen und sechs Punkten abgeschlossen. Die Mannschaft um Messi, Julián Álvarez und Rodrigo De Paul wirkt eingespielt und gefährlich. Ob sie am Ende den Titel holen, wird sich in den K.o.-Runden zeigen – aber die Vorzeichen stehen gut.

Überraschungen und Außenseiter: Das erweiterte Format zeigt seine Stärken

Das 48-Teams-Format hat Kritiker und Befürworter. Kritiker befürchten, dass zu viele schwache Teams das Niveau senken. Die bisherigen Ergebnisse zeigen jedoch das Gegenteil: Die Gruppenphase war spannend und voller Überraschungen. Kap Verde, Neuseeland, Australien – Teams, die in früheren Formaten keine Chance gehabt hätten, zeigen, dass der Fußball weltweit gewachsen ist.

Die neue Regel, bei Punktgleichheit das direkte Duell vor der Tordifferenz zu werten, hat ebenfalls für Spannung gesorgt. Teams, die glaubten, mit einem Unentschieden weiterzukommen, wurden überrascht. Diese Regeländerung macht jedes Spiel wichtiger und verhindert taktische Unentschieden.

Die WM 2026 ist noch jung, aber sie hat bereits gezeigt, dass das neue Format funktioniert. Die Runde der 32 wird ab dem 28. Juni weitere Klarheit bringen – und dann beginnt der eigentliche Kampf um den Weltmeistertitel.